Ein Reych, das stark genug ist, gründet selbst. Die Athenae Jenenses hat das zweimal getan — und eine dieser Gründungen lebt heute wieder.
Ende 1923: die Absicht
Im Windmond a.U. 64 — November 1923, mitten in der Inflation — meldete die 127 der Allmutter Praga, sie wolle in Eisenach gründen. Die Verlautbarung erging am 10. und 12. des Monats.
2. Februar 1924: die Bewilligung
Die Allmutter bewilligte die Gründung. In den Stammdaten der Ysenaha steht seither als Mutterreych: Athenae Jenenses.
6. und 7. Juni 1925: die Sanktion
Die Ysenaha erhielt die Nummer 243 und wurde sanktioniert. Ihr Gründer war ein Jenaer: Rt Archibald der Löwe, profan Rudolf Greiner, Zollrat. Er war 1910 in Jena Knappe geworden und wurde am 6. Juni 1925 in Eisenach seßhaft.
Zehn Wochen später, am 15. August 1925, starb er in Eisenach. Er hat das Reych, das er aufgebaut hatte, kaum ein Vierteljahr erlebt.
Und noch eine Tochter: Saalfeld
Am 30. April 1927 gründete die 127 das Palatium Salevelde in Saalfeld; Anfang 1929 wurde es zum Reych mit der Nummer 270 erhoben.
12. Februar 1937: das Ende in Eisenach
Im Februar und März 1937 löste sich der Bund Deutsche Schlaraffia selbst auf. Einen eigenen Auflösungsbeschluß der Athenae Jenenses gibt es in den ausgewerteten Quellen nicht. Überliefert ist etwas anderes: Am 12. Februar 1937 hielten Sassen der 127 gemeinsam mit Sassen der Gotaha eine Schlußsippung — nicht in Jena, sondern in der Ysenaha. Das Reych ging bei seiner Tochter zu Ende.
Und heute
In Eisenach verhinderte nach dem Krieg die politische Lage jede Neugründung. Erst im November 2023 kehrte die Schlaraffia dorthin zurück — nach sechsundachtzig Jahren. Heute sippt dort das Feldlager Ysen-Aha wieder zweimal im Monat.